Prototyp GD I

Das der Meerwasserentsalzung zu Grunde liegende Prinzip basiert auf der Verdampfung von Salzwasser auf einem Wärmetauscher, der durch ein solar erhitztes Thermoöl gespeist wird. Bei der Verdampfung bleibt Salz in Form einer aufkonzentrierten Sole zurück und der Wasserdampf steigt in der Anlage auf. Durch die Kondensation des Dampfes an einem dem Verdampfungsmodul gegenüberliegenden, gekühlten Kondensator kommt es zur Bildung von Süßwasser, das an das untere Ende des Kondensators herunterläuft und dort durch eine Leitung nach hinten aus der Anlage abgeführt wird.


Der erste Prototyp der Meerwasserentsalzungsanlage wurde überwiegend aus Holz gefertigt, da es preisgünstig ist und sich leicht bzw. mit einfachen Werkzeugen bearbeiten lässt. Der Kondensator wurde mittels einer Platte aus Styrodur isoliert, in die ein Mäander für ein entsprechend gebogenes Leitungsrohr aus Kupfer gefräst wurde. Dieses Rohr dient der Leitung des Kühlmediums - in diesem Fall Süßwasser -, um einer Korrosion oder Verstopfung des Systems vorzubeugen. Als eigentliche Wärmeaustauschfläche für die Kondensation (Abkühlung) des Dampfes wurde eine Platte aus Aluminium auf die Styrodurplatte geklebt. So besteht ein Kontakt zum Kupferrohr und die Wärme wird über die Platte in die Kupferrohre und von dort auf das Kühlmedium übertragen.

Die Verdunstung des Salzwassers erfolgt über ein saugfähiges Vlies, das sich in geringem Abstand von der Kondensatorplatte befindet, so dass die Transportstrecke des Dampfes möglichst gering ist. Das Vlies wird dabei laufend von oben mit  neuem Salzwasser feucht gehalten. Um die Verdunstung zu beschleunigen, sind Kupferrohre durch das Vlies geführt, die mit einem solar erhitzten Thermoöl durchströmt werden. Verbindungen, Leitungen und Anschlüsse wurden als fertige Komponenten (Sanitärbereich) im Baumarkt gekauft. Dadurch sind sie zwar universell anwendbar, aber auch wenig kompakt.






















Die Konstruktion erwies sich insgesamt als unzureichend dicht - gerade bei höheren Systemdrücken kam es zu Leckagen. Es wurden mehrere Anläufe zur Abdichtung des Systems unternommen: Unter anderem wurde versucht die Verbindungsstellen mit Powerkleber, Silikon, Acryl oder Epoxidharz zu verschließen, aber alle Versuche waren nicht erfolgreich. 
Als nächstes wurde versucht mit Hilfe von Zubehör aus dem Fußbodenheizungsbau Mäander zu fertigen, da dieses System von Beginn an dicht war. Es erwies sich aber nicht als praktikabel, da der Aufwand des Biegens der Rohre zu hoch war. Außerdem konnten die Toleranzen, z.B. der Abstand zwischen Vlies und Kondensator, nicht genau genug eingehalten werden, was sich negativ auf die Effizienz des Gesamtsystems niederschlug.

Der Aufbau wurde daraufhin verworfen und unter Berücksichtigung der gewonnenen Erfahrungen begannen die Arbeiten am Prototypen GD II.




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